Forschung trifft auf Einsatz!

Am vergangenen Samstag trafen in dem Kreis Viersen – Gemeinde Niederkrüchten – die Feuerwehr Viersen und die Rettungsrobotik aufeinander. Im Rahmen einer Fortbildung zu Vegetationsbränden, konnten einige Partner des Projekts A-DRZ Aufbau des Deutschen Rettungsrobotikzentrums wichtige Forschungsergebnisse für den zukünftigen Einsatz von Robotik in einem Feuerwehreinsatz sammeln.

Für die Feuerwehrangehörigen standen dabei die Technik und die Taktik zur Bekämpfung von Vegetationsbränden im Vordergrund. Die Projektpartner hingegen haben sich bei diesem Feldtest mit der Beschaffung von Erkundungsergebnissen aus der Luft beschäftigt und haben dabei die maximale Reichweite der Steuerung der Roboter erprobt. Dafür wurde die kabellose Übertragung mittels WLAN und LTE-Basisstation sichergestellt. Der Robotik-Leitwagen des DRZ e.V. hat so für die Einsatzleitung der Feuerwehr Viersen Live-Bilder der Drohnen aus ca. 70 Meter Höhe zur Verfügung gestellt, um den Brandverlauf und die Brandausbreitung über die gesamte Fläche darzustellen. Parallel dazu wurde ein Bodenroboter auf dem Feld getestet. Dieser verfügt über eine 360° Kamera, welche mittels VR-Brille angesteuert werden kann. So kann der Roboter aus sicherer Entfernung und mit einem guten Rundumblick in der Einsatzstelle bewegt werden.

Die Vernetzung der Systeme/Fahrzeuge einer möglichen Robotik-Taskforce mit den bestehenden Systemen einer örtlichen Feuerwehr zeigt das Potential der Rettungsrobotik die nicht-polizeiliche Gefahrenabwehr in Zukunft zu unterstützen.

Als Koordinator des Projekts und Organisator für die Forschungspartner war das Institut für Feuerwehr- und Rettungstechnologie der Feuerwehr Dortmund vor Ort. Die Projektpartner waren vertreten durch den DRZ e.V., die Technische Universität Dortmund, die Universität Bonn, die Westfälische Hochschule Gelsenkirchen und das Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme.