Unsere Robotic Task Force (RTF) ist in Essen im Einsatz

Nach dem Brand in dem Wohnblock in Essen ist das Gebäude für Menschen nicht mehr zu betreten – durch die Hitze des Feuers ist die Statik unklar. Zur Brandursachenermittlung sind Bilder aus den Innenräumen jedoch sehr wichtig. Genau hierfür ist die Robotic Task Force (RTF) gestern und heute in Essen vor Ort. Der Robotik-Leitwagen (RobLW) hat den DRZ-Demonstrator „D1“ mitgebracht. „D1“ ist eine Drohne und kann Bilder aus den Bereichen liefern, in welche die Menschen nicht mehr vordringen können. In Kombination mit dem RobLW werden aus den Daten der Drohne direkt 3D-Modelle erstellt. Auch diese sind für die Brandursachenermittlung sehr hilfreich.

Heute wird der Bodenroboter „D2“ vor Ort eintreffen. Er ist robust, flexibel einsetzbar und kann sogar Treppen steigen und Türen öffnen. Damit ergänzt er die Fähigkeiten der Drohne perfekt. Auch „D2“ ist in der Lage eine 3-dimensionale Karte seiner Umgebung zu erstellen, um so die Brandursachenermittlung zu unterstützen.

Der RobLW wird durch den Fernmeldezug der Feuerwehr-Dortmund besetzt. Die Feuerwehrkamerad*innen erhalten im Rahmen der Robotic Task Force weitere wissenschaftliche Unterstützung. Prof. Dr.-Ing. Dipl. Inform. Hartmut Surmann des Lehr- und Forschungsgebietes Autonome Systeme der Fachgruppe >Informatik I< von der Westfälischen Hochschule ist mit vor Ort. Professor Surmann ist ein Spezialist in der Erstellung von 3D-Modellen aus Daten von Drohnen. Er hat bereits mehrere Einsätze (u.a. in Italien und Erftstadt) begleitet. Vom Team des DRZ war Robert Grafe, der auch selbst Mitglied im Fernmeldezug Dortmund ist, mit im Einsatz.

Der Bodenroboter „D2“ war zur Zeit der Alarmierung bei unserem Forschungspartner der TU Darmstadt. Hier leitet Prof. Dr. rer. nat. Oskar von Stryk das Fachgebiet Simulation, Systemoptimierung und Robotik des Fachbereiches >Informatik<. In diesem Fachgebiet arbeitet auch M.Sc. Kevin Daun, welcher als Spezialist für den „D2“ heute mit in den Einsatz geht. DRZ-seitig wird er von unserem wissenschaftlichen Mitarbeiter M.Sc. Nils Heinemann unterstützt.