Am zweiten Einsatztag stand die Unterstützung der Brandursachenermittlung im Fokus. Aufgrund der ungewöhnlich schnellen Brandausbreitung stellte die Polizei Essen ein Amtshilfeersuchen an die Feuerwehr Dortmund. Gemeinsam mit Fachkräften von DRZ und TU Darmstadt (TUDA) wurde ein Einsatzteam gebildet. Die FwDO setzte ein UAV ein, DRZ und TUDA einen kettengetriebenen Bodenroboter. Auftrag war die Erstellung digitaler 3D-Modelle und Bildaufnahmen aus vier Wohnungen im Bereich des vermuteten Brandursprungs.
Nach einer gemeinsamen Lageeinweisung wurden die statisch sicheren Gebäudeteile begangen und Risiken wie enge Durchgänge, loses Trümmermaterial und Drahtreste identifiziert. Anschließend erfolgten drei robotergestützte Erkundungen: zwei im ersten Obergeschoss und eine im zweiten Obergeschoss.
Während im ersten Obergeschoss noch Sichtkontakt zum Bodenroboter gehalten werden konnte, war dies im zweiten Obergeschoss aus statischen Gründen nicht möglich. Hier unterstützte ein UAV mit einer Außenperspektive und Live-Videostream für den UGV-Operator. Nach dem Einsatz wurde der stark verschmutzte Roboter fachgerecht dekontaminiert.
Die 3D-Modelle wurden mit einem im Projekt A-DRZ entwickelten Lidar-SLAM-System erstellt. Erste Modelle standen bereits während des Einsatzes zur Verfügung; die qualitätsgesicherte Nachbearbeitung erfolgte im Anschluss für die Brandermittlung.
Erkenntnis: Der schmale, kettengetriebene Bodenroboter bewährte sich auch in engen und stark zerstörten Bereichen, erforderte jedoch bei lockerem Untergrund und Kurvenfahrten besondere Vorsicht.